WISSENSWERTES
Seifersdorf ist ein Ortsteil der sächsischen Großen Kreisstadt Dippoldiswalde im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Er befindet sich 20 km südlich von Dresden im Osterzgebirge an der Roten Weißeritz.. Seifersdorf liegt zwischen 300 und 415 m Meereshöhe. Östlich des Dorfes fließt die Rote Weißeritz und bildet die Grenze zur Dippoldiswalder Heide. Südwestlich von Seifersdorf befindet sich das Waldgebiet Paulsdorfer Heide mit der Erashöhe (428 m) als höchster Erhebung. An den Ort grenzen Borlas, Oelsa, Spechtritz, Malter, Paulsdorf und Seifen.
Sehenswertes
1882 erhielt Seifersdorf mit dem Haltepunkt an der Weißeritztalbahn, von Freital-Hainsberg über Dippoldiswalde nach Kipsdorf, einen Eisenbahnanschluss am nordöstlichen Ende des Ortes. Die für diese Strecke 1881 erbaute Mühlgrabenbrücke in Seifersdorf gilt heute als älteste Betonbrücke Deutschlands. 1913 wurde auf einem Teil der Gemarkung der Stausee der Talsperre Malter errichtet. Das Erbgericht gegenüber der Kirche wurde 1850 eingeweiht, das einstige dazugehörige Gut ist Mitte des 20. Jahrhunderts abgebrannt. Der Dorfpark wurde im Jahr 1934 eingerichtet.
Kirche
Dorfkirche Seifersdorf (2009)Die Dorfkirche wurde 1312 erstmals erwähnt. Nach dem Brannt von 1639 wurde sie 1658 neu geweiht. Die heutige Orgel wurde 1868 – 1871 in Verbindung mit einer großeren Innenerneuerung durch Orgelbaumeister Karl Traugott Stöckel aus Dippoldiswalde gebaut. Sie ist nach dem Muster der Silbermann-Orgeln geschaffen und 1871 eingeweiht worden. Diese Orgel hat 16 Register, 2 Manuale und eine mechanische Traktur. Der Taufsteindeckel mit seinem Schnitzwerk stammt von 1749, die Taufwanne von 1743. Der Taufstein ist älter. Die Kanzel ist mit den Bildern der vier Evangelisten und reichem Schnitzwerk verziert. Der Altar stammt aus dem Jahre 1518 und war ursprünglich nicht für diese Kirche geschaffen worden. In der Kirche existiert unter anderem das Bild des Pfarrers Carl Gotthelf Hardtmann aus dem Jahre 1838, dessen Grab sich rechts neben dem Eingang befindet. Um die Kirche herum besteht der alte Kirchhof, der heutige Gemeindefriedhof. Hier steht auch das Kriegerdenkmal für die Bewohner des Ortes, die im Ersten Weltkrieg gefallen sind. Gegenüber der Kirche steht das Pfarrhaus von 1848, daneben das im gleichen Jahr errichtete Pächterhaus und das Knechthaus mit der Scheune aus vorhergehenden Jahren. Diese Gebäude bilden das Gemeindezentrum.
Dippoldiswalde
Die Stadt liegt im nördlichen Erzgebirge an der Roten Weißeritz, 20 km südlich von Dresden auf halbem Weg zwischen Dresden und der Grenze zu Tschechien. Der Legende zufolge geht Dippoldiswalde auf einen Einsiedler namens Dippold zurück, der in der Dippoldiswalder Heide am Einsiedlerfelsen gelebt haben soll. Dieser soll die Stadt gegründet haben. Hinter dieser Legende steht lediglich die Tatsache, dass der sogenannte Lokator eine ansonsten nicht nachweisbare Person namens Diepold gewesen ist.
Dippoldiswalde wurde als Waldhufendorf wahrscheinlich unter Oberleitung der Burggrafen von Dohna um 1160/70 gegründet. Als Dorfkirche diente die auf der Pfarrhufe stehende Nikolaikirche.[2] Die urkundliche Ersterwähnung erfolgte am 11. Juni 1218, als ein Johannes sacerdos de Dipoldiswale (Pfarrer Johannes von Dippoldiswalde) in einer Urkunde des Meißner Bischofs genannt wurde.[3] Im Jahre 1266 ist Dippoldiswalde als Besitzung des wettinischen Markgrafen Heinrich des Erlauchten bezeugt, als die Bürger von Dippoldiswalde mit den Bürgern von Freiberg wegen Belieferung von Bergwerken in Streit geraten waren. In dem Diplom wird allerdings nicht mitgeteilt, wo die betreffenden Bergwerke gelegen haben, so dass diese Schriftquelle keinen Beleg für Dippoldiswalder Silberbergbau um 1266 darstellt.
Sehenswertes
- Historischer Altstadtkern mit Marktplatz und spätgotischem Rathaus
- Schloss: um 1200 als Markgrafenburg auf einem Bergsporn angelegt, heutiges Erscheinungsbild seit dem 16./17. Jahrhundert, der ab 1530 errichtete Mittelbau ähnelt dem Dresdner Schloss. Neben dem Amtsgericht findet man hier auch die Osterzgebirgsgalerie.
- Stadtkirche St.Marien und Laurentius: Gotische Hallenkirche mit romanischem Westturm und frühbarocker Ausmalung
- Romanische Basilika St. Nikolai aus dem 13. Jahrhundert auf dem Friedhof
- Talsperre Malter
- Lohgerberei: sehenswertes ehem. Wohnhaus von 1756, heute Museum
- Mittelalterliche Betsäule vor der Kirche
- Brunnenstube
- Kursächsischer Viertelmeilenstein (Primitivform) Nr. 9 der Obergebirgischen Poststraße von 1723 am Pfortenberg, gegenüber der ehem. Poststation (Busbahnhof) und Nachbildung der Ende des 19. Jh. entfernten Kursächsischen Postdistanzsäule von 1723 am Obertorplatz (ehem. Obertor)
- Schloss Reichstädt im Ortsteil Reichstädt, zeitweise im Besitz des letzten sächsischen Generalpostmeisters Adam Rudolph von Schönberg (Büste im Schlosshof)
(Quelle:de.de.wikipedia.org/wiki/Seifersdorf_(Dippoldiswalde) de.wikipedia.org/wiki/Dippoldiswalde )
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Tobias Vetter
24.05.2012 | 15:22 Uhr
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Gasthaus Seifersdorf aus Dippoldiswalde OT Seifersdorf