WISSENSWERTES :
Dolle ist ein Ortsteil der Gemeinde Burgstall im Nordosten des Landkreises Börde in Sachsen-Anhalt.
Dolle liegt an der Bundesstraße 189 (Magdeburg - Stendal) direkt an der Colbitz-Letzlinger Heide (850 km²).
Hier befindet sich auch der größte Lindenwald Europas (185 ha), welcher ein Paradies für Naturliebhaber ist.
Weitflächige Heidelandschaft, Kiefernhochwälder und Laubwälder mit vielen über hundertjährigen Eichen geben der Landschaft ein beeindruckendes Bild.
Spargelgenießer, Pilzkenner und Erholungssuchende können rund um Dolle reichlich belohnt werden.
Eine Erholungspause auf dem Land hat verschiedene Gesichter, auch wenn es nicht immer das eines typischen Bauernhofes ist.
Dolle verfügt über ein reges und abwechslungsreiches Vereinsleben:
Einen Männerchor mit einer über 100-jährigen Tradition konnte Dolle bis zum vergangenen Jahr noch vorweisen.
Die Crossrennstrecke des Motor-Sport-Vereins MSV Dolle ist über den Ländergrenzen hinaus bekannt.
Die Freiwillige Feuerwehr - sucht immer Nachwuchs.
Der Feuerwehrförderverein - sorgt für das leibliche Wohl bei kulturellen Veranstaltungen
Der Sportverein Dolle - viele Füße und nur ein Ball - hier treffen sich junge Fußballer.
Die Aktive Seniorenbetreuung - hier gibt es zum Beispiel Geburtstagsparties, Kegelveranstaltungen, Spielnachmittage, Basteleien, erlebnisreiche Fahrten, gemütliche Grillabende, alles in ehrenamtlicher Tätigkeit organisiert von engagierten Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde.
Geografie
In der Nähe von Dolle inmitten der Colbitz-Letzlinger Heide entspringt der Dollgraben, einer der zahlreichen Tanger-Quellbäche. Die außerordentlich waldreiche Umgebung nördlich von Dolle steigt nach Nordwesten an und erreicht 130 m ü. NN. Das Dorf liegt rund 33 km nördlich der Landeshauptstadt Magdeburg. Die Gemarkung grenzt im Norden an den Landkreis Stendal und im Nordwesten an den Altmarkkreis Salzwedel.
Geschichte Das Heidedorf Dolle lag bis zu Auflösung Preußens im Jahr 1947 in der Provinz Sachsen des Königreiches Preußen und hatte eine direkte Grenze zum braunschweigischen Amt Calvörde.
Am 1. Januar 2010 schlossen sich die bis dahin selbstständigen Gemeinden Dolle, Cröchern, Sandbeiendorf und Burgstall zur neuen Gemeinde Burgstall zusammen.
Wirtschaft und Infrastruktur
Dolle ist ein ruhiger Heideort mit touristischen Potentialen. In den letzten Jahren entstanden unter anderem ein Wellness-Hotel und eine Senioren-Wohnanlage. Regional bekannt ist die Gemeinde auch durch die nahe Dolle stattfindenden Motocrossrennen.
Die Region unmittelbar westlich von Dolle wird bis heute zu einem großen Teil von der Bundeswehr als Truppenübungsplatz genutzt. Die militärische Erschließung begann bereits 1934. Zwischen 1945 bis 1994 wurde die Colbitz-Letzlinger Heide – ähnlich wie die Lüneburger Heide durch die NATO – aufgrund günstiger militärstrategischer Bedingungen von den Truppen der Sowjetarmee genutzt .
Verkehrsanbindung
Dolle liegt an der Bundesstraße 189, auf halbem Wege zwischen Magdeburg und Stendal. Weitere Straßenverbindungen bestehen über Burgstall nach Tangerhütte sowie nach Angern/Rogätz. Die ehemalige Straße in die einst direkt in die Altmark führte ist seit Jahrzehnten durch den großen Truppenübungsplatz in der Colbitz-Letzlinger Heide gesperrt, sodass man die 12 km entfernte Gemeinde Letzlingen lange Zeit nur über den knapp 50 km langen Umweg über Uchtspringe erreichen konnte. Seit 2004 ist eine Querverbindung von Colbitz (an der B 189) nach Born (an der B 71) für den Straßenverkehr freigegeben, was den Umweg auf ca. 33 km verkürzt. Die nächsten Bahnhöfe befinden sich in Mahlwinkel und Tangerhütte an der Strecke Magdeburg–Wittenberge. Die Altmark-Autobahn von Magdeburg nach Schwerin (im Bau) wird nahe Dolle vorbeiführen.
Wolmirstedt
Wolmirstedt ist eine ehemalige Kreisstadt im Landkreis Börde in Sachsen-Anhalt. Dolle liegt nördlich von Wolmirstedt. Die Stadt liegt an der Ohre, wenige Kilometer nördlich von Magdeburg. Im Süden durchquert der Mittellandkanal das Stadtgebiet.
Bauwerke
Im historischen Stadtkern ist ein Laubenganghaus in der August-Bebel-Straße 49 aus dem 18. Jahrhundert erwähnenswert. Im Kern bereits aus der Zeit um 1600 stammt das heute als Wohn- und Geschäftshaus genutzte Alte Rathaus. Im Jahr 1995 entstand für 30 Millionen Mark das Kurfürst-Joachim-Friedrich-Gymnasium, in welchem derzeit rund 1200 Schüler von über 70 Lehrern im Hauptgebäude und der Außenstelle unterrichtet werden.
Bemerkenswerteste Baudenkmäler der Stadt sind das Schloss und die historische Schlosskirche als Zeugnisse der norddeutschen Backsteingotik. Ortsansässig als Schlossdomäne bezeichnet, ist das Schloss heute Sitz der Zweigstelle des Amtsgerichts Haldensleben. Im 16. Jahrhundert lebte der spätere Kurfürst Joachim Friedrich von Brandenburg als Administrator auf der damaligen Burg. In dieser Zeit wurde es zu einer repräsentativen Renaissanceresidenz (ähnlich dem Schloss Bernburg). Später verfiel die Burg, und zum Wiederaufbau der zerstörten Stadt wurden viele Teile am Ende des Dreißigjährigen Krieges abgetragen. Im 18. Jahrhundert erhielt das Schloss seine heutige Form im schlichten Barock. Seit dieser Zeit wurde das Schloss vom preußischen Staat als landwirtschaftliche Domäne genutzt. Heute erhaltene Bauten sind das Schloss mit Kapelle, das Herrenhaus (18. Jahrhundert), Torhaus, Stallungen (heute Bibliothek) sowie Feldsteinscheune (Kreismuseum). Die erste urkundliche Erwähnung 1014 beschreibt einen Angriff im Jahre 1009 auf die östliche Mauer der Oberburg. Diese Mauer blieb bis in jüngste Zeit fragmentarisch erhalten und war als ältestes Bauwerk der Stadt anzusprechen. Im Jahre 2007 wurden die Mauerfragmente abgerissen, um Pkw-Parkplätze zur 1000-Jahr-Feier 2009 zu schaffen.
Die Sankt-Katharina-Kirche steht im Ortskern von Wolmirstedt. Etwas östlich von ihr befindet sich die sogenannte Neue Abtei. Westlich der Stadt steht die 1842 errichtete Bockwindmühle Auerbachs Mühle.
Die Colbitz-Letzlinger Heide ist ein Heidegebiet im Übergangsbereich der Regionen Altmark und Elbe-Börde-Heide in Sachsen-Anhalt, nördlich von Magdeburg, welches zum Südlichen Landrücken zählt. Das Gebiet ist Bestandteil der Naturräumlichen Haupteinheitengruppe Wendland und Altmark.
Geografie
Die Colbitz-Letzlinger Heide – das größte zusammenhängende Heidegebiet Mitteleuropas – erstreckt sich von der Altmark im Norden bis zu Ohre und Mittellandkanal im Süden nahe der Landeshauptstadt Magdeburg. Die Städte und Gemeinden Gardelegen, Uchtspringe, Tangerhütte, Wolmirstedt, Haldensleben und Calvörde liegen am Rand der Heide, die namengebenden Orte Colbitz und Letzlingen innerhalb des Gebietes. Für mehrere Jahrzehnte war auf 40 Kilometern Länge (von Uchtspringe bis Haldensleben) eine Ost-West-Querung der Colbitz-Letzlinger Heide unmöglich. Seit 2004 ist eine Querverbindung von Colbitz (an der B 189) nach Hütten (an der B 71) für den Straßenverkehr freigegeben, was die nötigen Umwege etwas verkürzt. Die Colbitz-Letzlinger Heide ist die größte nicht landwirtschschaftlich genutzte Freifläche Deutschlands, in der der Bodenversiegelungsgrad äußerst gering ist und somit ein natürliches Wasserregime vorherrscht. Auch von forstlichen Monokulturen blieb das Heidegebiet weitgehend verschont.Höchste Erhebung ist mit 139,4 Metern über NN der Zackelberg.
Flora und Fauna
In der Colbitz-Letzlinger-Heide lässt sich teilweise unberührte Natur erleben. Sie ist das größte unbewohnte Gebiet Deutschlands. Im Mai blüht auf weiten Flächen der Ginster, im Sommer prägt die Heide das Gebiet, in dem sich auch der größte geschlossene Lindenwald Europas, der Colbitzer Lindenwald, befindet. Hier formen ausgedehnte Mischwälder mit 600-jährigen Eichen und Kiefernforsten eine für Besucher attraktive Landschaft. Sie ist Lebensraum für Wiedehopf, Birkwild, Baumfalke, Gold- und Hirschkäfer, Glattnatter, Kreuzotter und viele andere Waldbewohner. Die Colbitz-Letzlinger Heide ist bekannt für ihren Reichtum an Speisepilzen. In den Gebieten am Ostrand der Heide – in den Quellbächen des Tanger – sind seit einigen Jahren Forellen zurückgekehrt. Zwischen Dolle und Tangerhütte ist auch der Biber heimisch.
(Quelle : de.wikipedia.org/wiki/Wolmirstedt , de.wikipedia.org/wiki/Colbitz-Letzlinger_Heide )
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Tobias Vetter
24.05.2012 | 09:31 Uhr
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